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Soziale Medien: Alles Perfekt?

|| Klasse 5-8

Wie Bilder, Likes und Vergleiche unser Selbstbild prägen.

Smarthphone

|Hintergrund

Soziale Medien sind längst ein fester Bestandteil unseres Lebens und prägen nicht nur individuelle Erfahrungen, sondern auch das Selbstverständnis ganzer Generationen. Doch während wir uns in der realen Welt spontan und authentisch zeigen, ist unsere digitale Selbstdarstellung eine bewusste Inszenierung ausgewählter Momente und Eigenschaften. Dieser Prozess der ‚Digitalisierung unserer Person‘ birgt die Gefahr, dass digital abbildbare Aspekte unserer Identität überbetont werden und die Tiefe und Vielschichtigkeit unseres Wesens in den Hintergrund rückt. Ein ‚idealisiertes digitales Ich‘ entsteht, welches das reales Leben zunehmend durch die Linse digitaler Teilhabe betrachtet.

 

Besondere Momente verwandeln sich zu digitalen Bühnen, während wir uns vor einer Kamera stets Gedanken machen, was wohl die digitale Gesellschaft hinter der Kamera von uns denkt. Menschen inszenieren sich dabei nicht nur aus dem Bedürfnis nach sozialer Anerkennung, sondern auch im Kontext wirtschaftlicher Strukturen, in denen Aufmerksamkeit, Likes und Follower als Währung dienen. So entstehen idealisierte Lebensentwürfe, die als Orientierung dienen und zugleich in ökonomische Logiken eingebettet sind. Aufmerksamkeit und Identifikation werden somit systematisch in Wertschöpfung übersetzt.

Die scheinbar perfekten Lebensentwürfe in den sozialen Medien werden dabei oft zu stillen Referenzpunkten, an denen wir unser eigenes Leben messen. Dieser Vergleich kann das Selbstwertgefühl schwächen und dazu führen, dass das eigene Leben als weniger erfolgreich, weniger spannend oder weniger bedeutsam wahrgenommen wird. Zudem treten lokale und persönliche Werte zunehmend in den Hintergrund, während ein globaler, oft vereinfachter Maßstab für Identität, Individualität und Vielfalt unser Denken prägt. 

|Workshop || Soziale Medien: Alles Perfekt?

Der Workshop ‚Soziale Medien: Alles Perfekt?‘ dient den Schüler*innen als begleitender Einstieg in die Welt der sozialen Medien. Gemeinsam gehen wir der Frage nach: Was sehen wir in den soziale Medien – und wie beeinflusst das unsere Gefühle, Gedanken und unser Verhalten?

 

Zu Beginn setzen sich die Schüler*innen mit typischen Inhalten sozialer Medien auseinander und betrachten spielerisch die Rolle von Influencer*innen. Anhand konkreter Beispiele wird gemeinsam erarbeitet, was Influencer*innen sind, warum sie bestimmte Inhalte posten und welche Interessen dabei eine Rolle spielen. Dabei wird deutlich, dass viele Beiträge nicht zufällig entstehen, sondern oft in Verbindung mit Plattformen, Trends oder Marken stehen.

 

Im weiteren Verlauf richtet sich der Blick auf die Unterschiede zwischen echtem Erleben und digitaler Darstellung. Die Schüler*innen setzen sich interaktiv mit Orten, Momenten, Besitz und Emotionen auseinander, die in sozialen Medien besonders häufig gezeigt werden. Gemeinsam erkunden wir, was sich gut in Bilder und Videos übersetzen lässt und welche Aspekte des Lebens dabei häufig unsichtbar bleiben. So entsteht ein Verständnis für die Lücke zwischen persönlicher Erfahrung und digitaler Inszenierung.

 

Darauf aufbauend schaffen wir durch dynamische Gruppenarbeit einen Raum, in dem verschiedene Profile in den sozialen Medien und typische Inszenierungen beleuchtet werden. Gemeinsam analysieren und reflektieren wir ihre Wirkung, die dabei entstehenden Gefühle und Gedanken und ordnen ein, welche Rolle sie für Orientierung, Selbstbild und eigenes Handeln spielen.

 

In einer abschließenden Übung entwickeln wir konkrete Werkzeuge, um Einflüsse sozialer Medien bewusst einzuordnen, eigene Maßstäbe zu stärken und Orientierung für eine gesunde, authentische Identitätsentwicklung im digitalen Raum zu gewinnen.

 

Alle Schüler*innen arbeiten während des Workshops mit einem begleitenden Booklet, in dem zentrale Inhalte festgehalten und reflektiert werden. Das Booklet unterstützt die eigenständige Weiterarbeit im Unterricht, im Alltag und zu Hause.


Dauer: Angesetzt auf 135 Minuten (~3 Schulstunden)

|| Lernziele:

Schüler*innen können...

1. 

…die Rolle, Interessen und Ziele von Influencer*innen einordnen.

4. 

…beurteilen, wie vielschichtig reale Erlebnisse sind, und erläutern, welche Aspekte bei der Darstellung auf Social Media häufig verkürzt oder ausgeblendet werden.

2. 

…erklären, welche Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen Influencer*innen, Plattformbetreibenden und Werbepartnern bestehen.

5. 

…negative Gefühle, die durch Online-Vergleiche entstehen können, reflektieren und in ihrer Wirkung auf Selbstbild und Wohlbefinden einordnen.

3. 

…kritisch reflektieren, wie selektiv und inszeniert Inhalte auf Social Media dargestellt werden, und welche Auswirkungen das auf die eigene Wahrnehmung haben kann.

6. 

…konkrete Handlungsoptionen gegen negative Vergleichsdynamiken in sozialen Medien anwenden.

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Reflexionsübungen

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Grafische Darstellungen

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Interaktive
digitale Tools

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Diskussionen

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Gruppenarbeiten

|Preis

Der Satz pro Workshop beträgt 300 Euro. Wenn Sie unser Tages-Format buchen, berechnen wir 550 Euro
Wir freuen uns von Ihnen zu hören und stehen für weitere Fragen jederzeit gerne zur Verfügung!

|Rückmeldungen

Cosmopolitan School Berlin
Freiwillige Feuerwehr Nienstedten

"Teachers and students were highly engaged throughout the workshops, and I would love to invite Paul and Linus back for follow-up sessions. I highly recommend them for their passion for the topic, their clear and engaging presentation style, and their genuine dedication to helping children develop a healthier relationship with digital devices. Their message is both highly relevant and a valuable addition to any curriculum."

"Die Kinder der FFN wurden angeregt, ihren eigenen digitalen Konsum, und dessen ihres Umfelds zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen. Durch die klare und enthusiastische Art blieben die Kinder, trotz der Ernsthaftigkeit des Themas, am Ball. Dies erweckte eine bemerkbar kritischere Denkweise in den Tagen nach des Workshops. Wir können den Workshop an jede Bildungsinstitution empfehlen und würden uns sehr freuen, Linus und Paul auch in Zukuft wieder bei uns begrüßen zu dürfen!"

Janusz-Korczak-Oberschule

"Es war sehr gut und auf Augenhöhe für die 10. Klasse rübergebracht. Die Kinder konnten produktiv ihren Medienkonsum reflektieren und die Inhalte mit Vorwissen verknüpfen."

|| Kontakt

Bei Fragen oder Interesse an unserem Angebot freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme!

|Zusätzliche Informationen

Die Workshops von DigitalAberFrei werden im Ramen des Pionierprojektes 'EduCollective' angeboten, welches als dezentrale Plattform für eine nachhaltige und kollektiv visionäre Entwicklung der Bildungslandschaft dient. Indem Sie unsere Workshops buchen, unterstützen Sie gleichzeitig den Bau der EduCollective Plattform und helfen somit Bildungssysteme weltweit an die globalen Herausforderungen anzupassen.

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