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Digitale Selbstdarstellung

|| Klasse 9-13

Selbstdarstellung, Vergleich und Identitätskonstruktion in den sozialen Medien.

Digitale Selbstdarstellung

|Hintergrund

Soziale Medien sind längst ein fester Bestandteil unseres Lebens und prägen nicht nur individuelle Erfahrungen, sondern auch das Selbstverständnis ganzer Generationen. Doch während wir uns in der realen Welt spontan und authentisch zeigen, ist unsere digitale Selbstdarstellung oft eine bewusste Inszenierung ausgewählter Momente und Eigenschaften. Dieser Prozess der ‚Digitalisierung unserer Person‘ birgt die Gefahr, dass digital abbildbare Aspekte unserer Identität überbetont werden und die Tiefe und Vielschichtigkeit unseres Wesens in den Hintergrund rückt. Ein idealisiertes digitales Ich entsteht, welches das reales Leben zunehmend durch die Linse digitaler Teilhabe betrachtet.

 

Besondere Momente verwandeln sich zu digitalen Bühnen, während wir uns vor einer Kamera stets Gedanken machen, was wohl die digitale Gesellschaft hinter der Kamera von uns denkt. Menschen inszenieren sich dabei nicht nur aus dem Bedürfnis nach sozialer Anerkennung, sondern auch im Kontext wirtschaftlicher Strukturen, in denen Aufmerksamkeit, Likes und Follower als Währung dienen. So entstehen idealisierte Lebensentwürfe, die als Orientierung dienen und zugleich in ökonomische Logiken eingebettet sind. Aufmerksamkeit und Identifikation werden somit systematisch in Wertschöpfung übersetzt.

Die scheinbar perfekten Lebensentwürfe in den sozialen Medien werden dabei oft zu stillen Referenzpunkten, an denen wir unser eigenes Leben messen. Dieser Vergleich kann das Selbstwertgefühl schwächen und dazu führen, dass das eigene Leben als weniger erfolgreich, weniger spannend oder weniger bedeutsam wahrgenommen wird. Zudem treten lokale und persönliche Werte zunehmend in den Hintergrund, während ein globaler, oft vereinfachter Maßstab für Identität, Individualität und Vielfalt unser Denken prägt. 

|Workshop || Digitale Selbstdarstellung

Der Workshop ‚Digitale Selbstdarstellung‘ untersucht, wie soziale Medien das Selbstbild junger Menschen prägen und welche Rolle digitale Inszenierung für Anerkennung, Zugehörigkeit und Sichtbarkeit spielt. Im Fokus stehen Schönheits- und Verhaltensideale, die Kommerzialisierung des Selbst, subtiler sozialer Druck zur Selbstdarstellung sowie Tendenzen zur gesellschaftlichen Vereinheitlichung. Ziel ist es, diese Einflüsse zu erkennen und Wege zu entwickeln, ihnen bewusst zu begegnen, um sich im digitalen Raum selbstbestimmt und authentisch entfalten zu können.

 

Anhand konkreter Beispiele und praktischer Übungen erkunden die Schüler*innen die subjektive und häufig verzerrte Natur sozialer Medien. Sie analysieren unterschiedliche Profile, reflektieren deren Wirkung und machen sichtbar, welche Mechanismen – etwa Vergleich, Anerkennung, Trends oder Reichweitenlogiken – dahinterstehen. Ziel ist es, zwischen gelebter Realität und digitaler Inszenierung unterscheiden zu lernen.

Darauf aufbauend setzen sich die Schüler*innen in szenischen und spielerischen Übungen mit dem Einfluss von Kameras auf das soziale Miteinander auseinander. Sie untersuchen, wie sich Verhalten verändert, wenn Situationen potenziell beobachtet, aufgezeichnet oder bewertet werden, und welche Folgen dies für Authentizität, Gruppendynamik und Selbstwahrnehmung hat.

Der Workshop stärkt die Fähigkeit der Schüler*innen, sich als erste digitale Generation kritisch, reflektiert und selbstbestimmt in digitalen Öffentlichkeiten zu bewegen – in einer Realität, die große Chancen bietet, aber auch Herausforderungen für Identität und Authentizität bereithält.

 

Alle Schüler*innen arbeiten während des Workshops mit einem begleitenden Booklet, in dem zentrale Inhalte festgehalten und reflektiert werden. Das Booklet unterstützt die eigenständige Weiterarbeit im Unterricht, im Alltag und zu Hause.

Dauer: Angesetzt auf 135 Minuten (~3 Schulstunden)

|| Lernziele:

Schüler*innen können...

1. 

…typische Mechanismen digitaler Selbstdarstellung (Auswahl, Bearbeitung, Trendlogiken) benennen und einordnen.

4. 

…den Einfluss von Vergleich und Idealbildern auf Selbstwert und Selbstbild kritisch hinterfragen.

2. 

…beschreiben, wie Likes, Aufmerksamkeit und Algorithmen Schönheits- und Verhaltensideale verstärken.

5. 

…Social-Media-Profile anhand einfacher Kriterien analysieren und ihre Wirkung begründen.

3. 

…eigene Motive und Gefühle rund um Selbstdarstellung und Anerkennung reflektieren.

6. 

…Strategien für eine selbstbestimmte, authentische Nutzung sozialer Medien entwickeln.

Grüner Haken

Reflexionsübungen

Grüner Haken

Grafische Darstellungen

Grüner Haken

Interaktive
digitale Tools

Grüner Haken

Diskussionen

Grüner Haken

Gruppenarbeiten

|Preis

Der Satz pro Workshop beträgt 300 Euro. Wenn Sie unser Tages-Format buchen, berechnen wir 550 Euro
Wir freuen uns von Ihnen zu hören und stehen für weitere Fragen jederzeit gerne zur Verfügung!

|Rückmeldungen

Cosmopolitan School Berlin
Freiwillige Feuerwehr Nienstedten

"Teachers and students were highly engaged throughout the workshops, and I would love to invite Paul and Linus back for follow-up sessions. I highly recommend them for their passion for the topic, their clear and engaging presentation style, and their genuine dedication to helping children develop a healthier relationship with digital devices. Their message is both highly relevant and a valuable addition to any curriculum."

"Die Kinder der FFN wurden angeregt, ihren eigenen digitalen Konsum, und dessen ihres Umfelds zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen. Durch die klare und enthusiastische Art blieben die Kinder, trotz der Ernsthaftigkeit des Themas, am Ball. Dies erweckte eine bemerkbar kritischere Denkweise in den Tagen nach des Workshops. Wir können den Workshop an jede Bildungsinstitution empfehlen und würden uns sehr freuen, Linus und Paul auch in Zukuft wieder bei uns begrüßen zu dürfen!"

Janusz-Korczak-Oberschule

"Es war sehr gut und auf Augenhöhe für die 10. Klasse rübergebracht. Die Kinder konnten produktiv ihren Medienkonsum reflektieren und die Inhalte mit Vorwissen verknüpfen."

|| Kontakt

Bei Fragen oder Interesse an unserem Angebot freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme!

|Zusätzliche Informationen

Die Workshops von DigitalAberFrei werden im Ramen des Pionierprojektes 'EduCollective' angeboten, welches als dezentrale Plattform für eine nachhaltige und kollektiv visionäre Entwicklung der Bildungslandschaft dient. Indem Sie unsere Workshops buchen, unterstützen Sie gleichzeitig den Bau der EduCollective Plattform und helfen somit Bildungssysteme weltweit an die globalen Herausforderungen anzupassen.

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