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Echt oder Fake?

|| Klasse 5-8

Wenn Bilder täuschen können,
wird kritisches Hinschauen wichtig.

Echt oder Fake?

|Hintergrund

Wir leben in einer Zeit, in der nicht mehr nur einzelne Informationen manipuliert werden – sondern ganze Wirklichkeitswahrnehmungen digital konstruiert sind. Während Fake News punktuelle Desinformation meint, beschreibt Fake Reality eine tiefgreifende Verzerrung der Realität selbst – ein Zustand, in dem sich die Grenzen zwischen Echtem und Künstlichem zunehmend auflösen.
 

Digitale Medien sind zu unseren Fenstern zur Welt geworden – doch diese Fenster sind algorithmisch gefiltert, ökonomisch gesteuert und zunehmend technisch generiert. Ob Politik, Konflikte oder Krisen: Wir erleben sie durch Bilder, Videos, Posts und Streams. Mit dem Aufkommen ‚synthetischer Medien‘ – also KI-generierter Bilder, Stimmen und Videos – erreicht diese Entwicklung eine neue Dimension. Inhalte können heute täuschend echt erstellt und mit einem Klick verbreitet werden. Die Folge ist eine Erosion visueller Referenzpunkte: Wenn Bilder keine Beweise mehr sind, entsteht eine Desorientierung, die unser Vertrauen in Medien, Fakten und sogar Mitmenschen untergräbt.

Gleichzeitig überfluten synthetische Inhalte auch seriöse & evidenzbasierte Quellen, was es schwieriger macht, verlässliche Quellen von manipulierten Inhalten zu unterscheiden. Zudem lösen sich gemeinsame Referenzräume zur gesellschaftlichen Orientierung & Problemlösung auf, weil jede:r in personalisierten Informationswelten lebt. Ohne eine geteilte Wirklichkeitsbasis verlieren demokratische Gesellschaften jedoch ihren inneren Zusammenhang. Die permanente Aufgabe, Wahrheit von Täuschung selbstständig zu unterscheiden, führt zu Überforderung, Informationsmüdigkeit und Passivität.

 

Was wir heute brauchen, ist eine neue Form von ‚Realitätskompetenz‘: die Fähigkeit, im Strom der Informationsflut reale Ankerpunkte zu erkennen, digitale Räume kritisch zu durchdringen und in einer zunehmend künstlich geformten Realität selbstbestimmt zu handeln.

|Workshop || Echt oder Fake?

Der Workshop ‚Echt oder Fake? sensibilisiert Schüler*innen dafür, dass nicht alles was wir in digitalen Räumen sehen, realer Natur ist. Gemeinsam erarbeiten wir eine grundlegende Orientierung im Umgang mit KI-generierten Bildern, Videos und Stimmen und erkunden, wie künstliche Intelligenz Inhalte erzeugen kann, die täuschend echt wirken. Dabei gehen wir der Frage nach: Was bedeutet es, wenn wir visuellen Inhalten nicht mehr ohne weiteres trauen können?

Gemeinsam kuratieren, erstellen & analysieren die Schüler*innen ein eigenes KI-generiertes Video und überlegen, welche Auswirkungen es auf uns & die Gesellschaft haben kann, wenn KI-generierte Inhalte nicht als solche erkennbar sind. Zur Stärkung der ‚Realitätskompetenz‘ erproben die Schüler*innen spielerisch konkrete Methoden anhand von Beispielen aus sozialen Netzwerken, etwa das Erkennen von Unstimmigkeiten oder die Einordnung in bestehendes Wissen.

Ein abschließendes Spiel ‚Echt oder Fake?‘, in dem beide Klassenhälften gegeneinander antreten, macht die Schwierigkeit der Unterscheidung zwischen realen und künstlichen Inhalten erlebbar und fördert den gemeinsamen Austausch.

 

Ziel des Workshops ist es, die Wahrnehmung für die Echtheit digitaler Bilder und Videos zu schärfen und einen reflektierten Umgang mit visuellen Inhalten zu fördern. Gerade im jungen Alter ist es wichtig, frühzeitig Strategien zu erlernen, die Orientierung bieten und dabei helfen, sich im digitalen Informationsstrom zurechtzufinden sowie künstlich erzeugte Inhalte zu erkennen.

 

Alle Schüler*innen arbeiten während des Workshops mit einem begleitenden Booklet, in dem zentrale Inhalte festgehalten und reflektiert werden. Das Booklet unterstützt die eigenständige Weiterarbeit im Unterricht, im Alltag und zu Hause.


Dauer: Angesetzt auf 135 Minuten (~3 Schulstunden)

|| Lernziele:

Schüler*innen können...

1. 

…erklären, dass digitale Bilder, Videos und Stimmen künstlich erzeugt oder manipuliert sein können und dadurch nicht alles Gesehene automatisch real ist.

4. 

…kritisch hinterfragen, warum es wichtig ist, digitalen Bildern und Videos nicht sofort zu vertrauen.

2. 

…beschreiben, wie KI digitale Inhalte erzeugt und warum diese Inhalte für Menschen oft schwer von echten Aufnahmen zu unterscheiden sind.

5. 

…einfache Strategien anwenden, um digitale Inhalte auf ihre Echtheit zu überprüfen, z. B. durch das Erkennen von Unstimmigkeiten oder die Einordnung in bestehendes Wissen.

3. 

…reflektieren, wie täuschend echte digitale Inhalte ihre eigene Wahrnehmung von Wirklichkeit beeinflussen können.

6. 

…Beispiele aus sozialen Medien beurteilen und begründet entscheiden, ob es sich eher um reale oder künstlich erzeugte Inhalte handelt.

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Reflexionsübungen

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Grafische Darstellungen

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Interaktive
digitale Tools

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Diskussionen

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Gruppenarbeiten

|Preis

Der Satz pro Workshop beträgt 300 Euro. Wenn Sie unser Tages-Format buchen, berechnen wir 550 Euro
Wir freuen uns von Ihnen zu hören und stehen für weitere Fragen jederzeit gerne zur Verfügung!

|Rückmeldungen

Cosmopolitan School Berlin
Freiwillige Feuerwehr Nienstedten

"Teachers and students were highly engaged throughout the workshops, and I would love to invite Paul and Linus back for follow-up sessions. I highly recommend them for their passion for the topic, their clear and engaging presentation style, and their genuine dedication to helping children develop a healthier relationship with digital devices. Their message is both highly relevant and a valuable addition to any curriculum."

"Die Kinder der FFN wurden angeregt, ihren eigenen digitalen Konsum, und dessen ihres Umfelds zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen. Durch die klare und enthusiastische Art blieben die Kinder, trotz der Ernsthaftigkeit des Themas, am Ball. Dies erweckte eine bemerkbar kritischere Denkweise in den Tagen nach des Workshops. Wir können den Workshop an jede Bildungsinstitution empfehlen und würden uns sehr freuen, Linus und Paul auch in Zukuft wieder bei uns begrüßen zu dürfen!"

Janusz-Korczak-Oberschule

"Es war sehr gut und auf Augenhöhe für die 10. Klasse rübergebracht. Die Kinder konnten produktiv ihren Medienkonsum reflektieren und die Inhalte mit Vorwissen verknüpfen."

|| Kontakt

Bei Fragen oder Interesse an unserem Angebot freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme!

|Zusätzliche Informationen

Die Workshops von DigitalAberFrei werden im Ramen des Pionierprojektes 'EduCollective' angeboten, welches als dezentrale Plattform für eine nachhaltige und kollektiv visionäre Entwicklung der Bildungslandschaft dient. Indem Sie unsere Workshops buchen, unterstützen Sie gleichzeitig den Bau der EduCollective Plattform und helfen somit Bildungssysteme weltweit an die globalen Herausforderungen anzupassen.

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